Neue Publikation von Albert Martin auf Basis des SOEP: Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit

Martin, A. 2022: Aspekte der Selbstbeschreibung, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit. Auswertungen von Daten des Sozioökonomischen Panels. Schriften zur Mittelstands- und Managementforschung. Heft 2. Lüneburg Download möglich unter: https://albertxmartin.com/beitraege

"I'll Stick To My Job^ Because I Can Make Good Right Here" - NARA - 514601Aspekte der Selbstbeschreibung, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit1 

Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag befasst sich mit Determinanten der Arbeitszufriedenheit und der Lebenszufriedenheit. Die empirische Analyse stützt sich auf die Daten der 37. Welle des Sozioökonomischen Panels (Referenzjahr 2020). Auf der einen Seite werden drei wichtige Arbeitsbedingungen (die Autonomie, der Lohn und die Arbeitsbelastung) betrachtet. Diese sollten primär die Arbeitszufriedenheit und allenfalls abgeschwächt die Lebenszufriedenheit beeinflussen. Auf der anderen Seite werden vier wichtige Einstellungen zum Leben betrachtet (das Selbstwertgefühl, die Kontrollüberzeugung, das Sinnerleben und die Soziale Robustheit). Diese sollten primär die Lebenszufriedenheit, daneben aber auch bemerkbar die Arbeitszufriedenheit beeinflussen. Die Ergebnisse bestätigen den starken Einfluss der Lebenseinstellungen (die gleichzeitig Einstellungen gegenüber der eigenen Person sind) auf die Lebenszufriedenheit, belegen aber auch einen deutlichen Einfluss dieser Einstellungen auf die Arbeitszufriedenheit. Wie zu erwarten war, beeinflussen auch die Arbeitsbedingungen die Arbeitszufriedenheit (wenngleich z.T. nur überraschend schwach), auf die Lebenszufriedenheit geht von den drei betrachteten Arbeitsbedingungen aber kein direkter und allenfalls ein schwacher indirekter Einfluss aus.“
Anmerkungen
  1. Das Bild habe ich, WN, hinzugefügt. Klar, in dem Kontext ist es sperrig. Aber mit Bild mehr Klicks…[]

Zeitschrift Industrielle Beziehungen Heft 4-2021 zum Thema Betriebliche Mitbestimmung

Heft 4/2021: Betriebliche Mitbestimmung

Das neueste Schwerpunktheft der Zeitschrift “Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management” widmet sich dem Thema “Betriebliche Mitbestimmung”. Gastherausgeber sind Uwe Jirjahn und Hermann Kotthoff.

Beiträge

  • Walther Müller-Jentsch: Entspricht die Mitbestimmung wirtschaftlichen Bedürfnissen?
  • Jens Mohrenweiser: Reconciling the opposing economic effects of works councils across databases
  • Stefan Bär / Sebastian Starystach / Heike Hess: Staff councils in hospitals as co-managers? A blind spot in co-determination research
  • Hermann Kocyba / Christiane Schnell: Mitbestimmung ohne Betriebsrat?  Interessenvertretung in europäischen Institutionen am Beispiel der EZB
  • Markus Hertwig / Oliver Thünken: Neue Akteure im Wandel betrieblicher Arbeitsbeziehungen: Die Rolle von NGOs und Netzwerken bei Union Busting und Angriffen auf Betriebsräte
  • Ingrid Artus / Silke Röbenack: Betriebsräte ohne Gewerkschaften? Zur Praxis und Problematik der Erosion eines Kooperationsverhältnisses

Mehr Informationen: https://www.budrich-journals.de/index.php/indbez/issue/view/3032

Mitbestimmung im Arbeitgeberlager nicht mehr strittig?

“Topmanagerinnen und Topmanager sowie Unternehmerinnen und Unternehmer äußern sich häufig positiv über die gesetzliche Mitbestimmung der Beschäftigten. Dies erweckt den Eindruck, dass auch diese sozialen Gruppen die Mitbestimmung akzeptieren. … Ich behaupte dagegen, dass viele Akteure der Kapitalseite (vielleicht sogar eine Mehrheit) Mitbestimmung keineswegs akzeptieren.” (https://vhbonline.org/ueber-uns/100-jahre-vhb/100-schlaglichter-der-bwl/mitbestimmung) (Ausführlicher hier: Nienhüser, Werner (2016): Mitbestimmung der Arbeitnehmer – Widersprüche in einem umkämpften sozialen Feld. In: Peter Finzer, Peter Kadel und Wolfgang Weber (Hg.): Partnerschaft im Betrieb. Zur Erinnerung an Eduard Gaugler. Mannheim: Forschungsstelle für Betriebswirtschaft und Sozialpraxis e.V., S. 53–66).