Was Topmanager über einen Ausstieg aus der kapitalistischen Wachstumswirtschaft denken: Journalistisch-künstlerisches Projekt des Peng! Kollektivs

Das Peng! Kollektiv hat mit Topmanagern großer Unternehmen über die Notwendigkeit eines Ausstiegs aus der kapitalistischen Wirtschaft und eine Abkehr von Wachstumsmodell gesprochen (https://pen.gg/de/campaign/klingelstreich).

„Die Klimakatastrophe ist in vollem Gange, eine globale Rezession rast auf uns zu. Wenn wir nicht bald einen radikalen ökonomischen Plan entwickeln, der sozial und ökologisch gerecht ist, können wir damit rechnen, dass unsere Gesellschaften auseinanderreißen. Dass rechtsradikale Kräfte im Meer der Frustration leichte Beute haben.
Doch die Politik traut sich nicht, die Ökonom*innen sind darauf offenbar nicht vorbereitet. Worte wie Suffizienzwirtschaft, solidarische Ökonomie und Postwachstumsökonomie sind noch immer Fremdworte aus dem Katalog der Utopien. Und wenn die Politik die größten Herausforderungen nicht ernsthaft angehen, wenn weiterhin dem Mythos des ewigen Wachstums auf uns eingedroschen wird, müssen wir den Hörer des Wirtschaftsministeriums eben selbst in die Hand nehmen.
Als fingiertes Bundesamt für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe haben wir Gespräche mit CEOs und führenden Positionen 10 deutscher Unternehmen, darunter 4 DAX Konzerne, geführt. Wir haben reingehorcht, ob sie bereit für den radikalen Wandel sind, der ohnehin auf uns zukommen wird. Ob sie bereit sind, sich regulieren zu lassen, wenn man die kommenden Krisen-Szenarien offen anspricht.“ (https://pen.gg/de/campaign/klingelstreich)

Was Infrastruktur, soziale Gerechtigkeit und Corona miteinander zu tun haben

Öffentliche Infrastruktur und gute Arbeit. „Gerade die Corona-Krise zeigt: Mehr soziale Gerechtigkeit ist unumgänglich. Wie können entsprechende politische Konzepte aussehen?“

Herbert Bludau-Hoffmann zeigt, dass gerade in Krisenzeiten die vom Staat bereitgestellt Infrastruktur wichtig ist.

„Die Corona-Krise hat die Defizite und Probleme des Gesundheitswesens und deren unter ständigem wirtschaftlichen Druck stehenden Budgets bzw. den chronischen Personalmangel offengelegt.

Darüber hinaus hat die schon länger verfolgte Politik der Privatisierung öffentlicher Aufgaben im Gesundheitswesen, aber auch z.B. im kommunalen Wohnungsbau zu stärkeren sozialen Schieflagen geführt. Die öffentliche Infrastruktur muss wieder gestärkt werden.

„Eine gute öffentliche Infrastruktur ist das Fundament einer gerechten Gesellschaft.“ Das ist der Titel eines Beitrags des Wirtschaftswissenschaftlers Tom Krebs, in dem er zusammenfassend feststellt: „Eine Marktwirtschaft ohne öffentliche Infrastruktur führt …..zu einer Unterversorgung der weniger privilegierten Mitglieder einer Gesellschaft mit Infrastruktur, so dass die Lebenschancen sehr ungleich verteilt sind…..Die durch Marktprozesse verursachte Ungleichheit der Lebenschancen ist der Grund, warum nur eine Gesellschaft mit gut ausgebauter öffentlicher Infrastruktur eine gerechte Gesellschaft sein kann.“Aber nicht nur die weniger privilegierten oder gar sozial abgehängten Mitglieder einer Gesellschaft sind angewiesen auf eine gute öffentliche Infrastruktur. Spätestens nach einer auch nur gedanklich durchgespielten Privatisierungswelle beispielsweise im Bereich Bildung, Verkehr und Gesundheitswesen kann man sich die Folgen solcher Maßnahmen vor dem Hintergrund von Erfahrungen mit bisherigen Privatisierungsvorhaben gut vorstellen. Es ist mit erheblichen Preissteigerungen und Gebührenerhöhungen zur Erreichung der Renditeziele der privaten Investoren zu rechnen.“

Mehr dazu hier: https://www.freitag.de/autoren/herby/oeffentliche-infrastruktur-und-gute-arbeit,
siehe auch: https://herbertbludauhoffmann.home.blog.

Kinderarbeit / Child labour – more than statistics

The International Labour Organization writes:

  • 152 million were in child labour„, „of which, 73 million were in hazardous work“.
  • Regional (% of labor force):
    Africa 20%
    Americas 5.3%
    Arab States 2.9%
    Asia and the Pacific 7.4%
    Europe and Central Asia 4.1%
  • Age profile:
    48% 5-11 years-olds
    28%: 12-14 years-olds
    24% 15-17 years-olds
  • Economic activity:
    70.9% Agriculture
    11.9% Industry
    17.2% Services

Source: ILO (2013): Marking progress against child labour. Global estimates and trends 2000 – 2012 (Executive summary). Geneva: ILO. Available online at https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/@dgreports/@dcomm/documents/publication/wcms_575541.pdf.

Source: https://ourworldindata.org/child-labor