„Der Wunsch von Vollzeitbeschäftigten nach „Lifestyle-Teilzeit“ ist ein Randphänomen“ – schreibt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), siehe dazu weiter unten die empirischen Daten.
Politisch kann es sinnvoll sein, zunächst weitreichende Forderungen zu stellen, die man dann (scheinbar oder tatsächlich bereitwillig) wieder zurückzieht, um bei anderen Forderungen etwas zu erreichen, was dem Verhandlungspartner oder politischen Gegner und auch der Öffentlichkeit gegenüber als Kompromiss dargestellt werden kann. So sieht es in diesem Fall aus: Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion fordert, das Recht auf Teilzeit einzuschränken. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) weist dann einige Tage später den Vorschlag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion zurück und sieht „keinen Änderungsbedarf“, fordert aber zugleich: „Ich glaube, dass wir weg müssen von diesem reinen Acht-Stunden-Tag und hin zu einer Wochenarbeitszeit“ (zitiert nach: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ich-sehe-da-keinen-anderungsbedarf-dobrindt-weist-forderung-nach-einschrankung-des-teilzeit-rechts-zuruck-15182091.html).
Mag sein, dass die Forderungen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion nicht mit dem Ziel gestellt worden sind, andere arbeitszeitpolitische Forderungen besser durchsetzen zu