Call for Papers: Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft 2027: Zur politischen Ökonomie der „Zeitenwende“

Der Begriff der „Zeitenwende“, den Olaf Scholz in seiner Regierungserklärung vom 27. Februar 2022 in den politischen Diskurs eingeführt hat, markiert den Beginn politischer Umbrüche, die sich nach der russischen Invasion in der Ukraine mit der autoritären Wendung der USA unter der zweiten Präsidentschaft Donald Trumps fortsetzen: der US-Anspruch auf Grönland, die Intervention in Venezuela und der „war of choice“ der USA und Israels gegen den Iran sind weitere disruptive Ereignisse. Wie vor 35 Jahren, als sich die
Sowjetunion auflöste, handelt es sich zugleich um einen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Einschnitt.
Das Jahrbuch 2027 soll über die tagespolitische Krisenwahrnehmung hinaus zum Verständnis der „Zeitenwende“ als ein Umbruch in der politischen Ökonomie Deutschlands und Europas beitragen.
Allerdings lassen sich auch bei einer solchen analytischen Perspektive die unvermeidbaren Kontroversen über geopolitische Risiken und europapolitische Perspektiven nicht ausblenden. Einige Stichworte charakterisieren Themen des Bandes.

Neue internationale Ordnung
Geoökonomie
Militärkeynesianismus
Klimapolitischer Stillstand
Re-Konversion
Kompetitiver … Mehr lesen...

Open Access: „Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft“ 2025: „Konversion – Wirtschaftsdemokratie für den sozialökologischen Umbau“

Neu erschienen im Metropolis-Verlag:

Peter Bartelheimer, Silke Ötsch (Hg.): Konversion – Wirtschaftsdemokratie für den sozialökologischen Umbau. Jahrbuch Ökonomie und Gesellschaft. Band 36. 484 Seiten
39,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand). ISBN 978-3-7316-1586-6.

Das Jahrbuch erscheint im Januar 2025 und kann vorbestellt werden. Bereits jetzt ist der Band kostenlos (Open Access) als PDF-Ebook erhältlich.

„Die Begrenzung des Klimawandels und die Anpassung der Ökonomie an planetare Grenzen verlangen grundlegende Veränderungen in der Produktions- und Lebensweise. Doch die Transformation verläuft zu langsam und nicht ambitioniert genug. Konversionsstrategien setzen auf gestaltenden Einfluss von Arbeiterinnen und Arbeitern, um Transformationsblockaden auf der Seite der Produktion aufzubrechen. Produkt- und Produktionsalternativen sollen zugleich Naturverbrauch und Emissionen begrenzen und Ansprüche der Beschäftigten auf gute Arbeit erweitern. Sie durchzusetzen, erfordert neue Bündnisse: einen arbeitspolitischen Fokus der Klimabewegung und eine ökologische Interessenpolitik der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Die Beiträge des Jahrbuchs zeichnen Transformationsaufgaben in der Automobilwirtschaft, der Landwirtschaft, im Sozialbereich und

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Buchbesprechung zu „Die braune Wirtschaftselite“

Hier einige Auszüge aus der Rezension; der vollständige Text ist hier zu finden: Nienhüser, Werner (2024): Rezension zu „Windolf, Paul; Marx, Christian (2022): Die braune Wirtschaftselite. Unternehmer und Manager in der NSDAP. Frankfurt: Campus Verlag„. In: WSI-Mitteilungen 77 (2), S. 152–153.

„Rund 38 % der deutschen Wirtschaftseliten waren in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre Mitglied der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP). In der Gesamtbevölkerung lag dieser Anteil mit rund 12 % deutlich niedriger. … Das Buch behandelt die Frage nach den Gründen für die Parteimitgliedschaft der Wirtschaftseliten. Zudem werden die Karrieren dieser Funktionselite und ihr Rechtfertigungsverhalten nach dem Ende des Nazi-Regimes untersucht: Kehrten die Eliten in ihre vorherigen oder ähnliche Positionen zurück? Wie rechtfertigten sie ihre Beteiligung am NS-System? Und änderten sie ihre Einstellungen?

Die Autoren beantworten diese Fragen in einer tiefgehenden und spannend zu lesenden Verbindung aus quantitativen und qualitativen Analysen. Sie gehen von einem Datensatz aus, der … Mehr lesen...