Ausstellung: Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf

„Die internationale Gruppenausstellung Radikale Hoffnung zeichnet nach, wie Künstler*innen von der Moderne bis in die Gegenwart Arbeitskämpfe thematisieren – dokumentarisch, poetisch, kritisch, radikal, solidarisch und aus eigener Betroffenheit.

Anfang des 20. Jahrhunderts rückt die Kunst den Kampf der arbeitenden Klasse gegen soziale Missstände in den Fokus. Ab den 1960er Jahren wirken sich die Arbeitskämpfe auf die eigene künstlerische Praxis aus, wenn Künstler*innen selbst in den Streik treten. Auch über die Kunst hinaus erzeugen Widerstände gegen Arbeit bis heute eindrucksvolle Bilder und Praktiken, die sich fortlaufend den globalen Entwicklungen anpassen. In Gelsenkirchen gehört dazu auch ein feministisches Kapitel des Arbeitskampfes: Arbeiterinnen erstritten hier Anfang der 1980er Jahre Lohngleichheit und wurden damit Teil einer europaweiten Bewegung, zu der auch die von Künstlerinnen initiierte Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in Italien zählt. Beide Positionen sind Bestandteil der Ausstellung, die unterschiedliche künstlerische Perspektiven und Praktiken des Arbeitskampfs zeigt und zugleich die vielfältigen Überschneidungen zwischen Protestästhetiken … Mehr lesen...

ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“

Viel beworben wird derzeit die „Themenwoche“ der ARD. Gezeigt werden Beiträge unterschiedlicher Art zum Thema „Zukunft der Arbeit“:

http://www.ard.de/home/themenwoche/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit/3235538/index.html

Bundesarchiv B 145 Bild-P049619, Berlin, Ausstellung der Jugend, Roboter-Modell
Eine gute bzw. gut gemeinte Sache?  Ein nicht so kleines Aber: Die Sendungen scheinen mir sehr stark zum einen auf die Ersetzung von menschlicher Arbeitskraft durch (i.w.S.) Maschinen, zum anderen auf die Folgen für das Individuum (Abstieg, Armut) zentriert zu sein. Eine solche Perspektive könnte folgende Funktionen erfüllen: Sie vermitteln ein Gefühl der Ersetzbarkeit eines jeden Einzelnen. Als Lösung wird lediglich angeführt, man müsse sich eben individuell für den Wandel qualifizieren. Das schürt Konkurrenz und rückt lediglich individuelle (Re)aktionen in den Blick. Technische Veränderungen werden als gleichsam unveränderlich dargestellt, kollektive Gestaltungsmöglichkeiten (oder gar Möglichkeiten der Gegenwehr) werden nicht thematisiert und damit ausgeblendet. – Ja, richtig, ich kann die Sendungen noch gar nicht gesehen haben und werde auch nicht alle sehen können. Es ist auch lediglich eine Vermutung von mir über die … Mehr lesen...