“Wilde Streiks – Der heiße Herbst 1969”– gute TV-Dokumentation

„Herbst 1969 – ein Novum in der deutschen Politik. Stahlarbeiter der Hoesch-Werke in Dortmund streiken ohne Genehmigung. Das ist ein wichtiger Wendepunkt in der Nachkriegsgesellschaft.
Arbeiter wollen teilhaben an den Gewinnen des Wirtschaftswunders – und setzen sich durch. Bezeichnend ist die Furcht der Eliten vor einer roten Revolution – und die brüske Abwehr der Arbeiter gegen alle Versuche der linken Studenten, eine gemeinsame Front zu bilden.
Ein letzter wichtiger Schritt vom alten Obrigkeitsstaat hin zur Mitbestimmung durch alle Teile der Gesellschaft.“ (Quelle: ZDF)

Update 6.9.21: Leider ist der Film in der Mediathek nicht mehr verfügbar, immerhin ist der Trailer noch zu sehen.

 

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„Ausgedient“ – Film der Bundeszentrale für politische Bildung

„Der Filmemacher Michael Richter begleitete über zwei Jahre lang Bundeswehrsoldaten, die traumatisiert aus dem Auslandseinsatz zurückgekehrt sind. Er zeigt die Soldaten bei der Arbeit, zu Hause, beim Spaziergang im Park, bei der Therapiesitzung im Bundeswehrkrankenhaus. Die Soldaten beschreiben in Interviews, was ihnen im Einsatz widerfahren ist und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat.“ (Quelle: Ausgedient | bpb  )

Der Dokumentarfilm klingt sehr interessant, ich will ihn mir unbedingt ansehen. (Ausnahmsweise poste ich den Hinweis schon, bevor ich mir ein Urteil erlauben kann.)… Mehr lesen...

„Die feinen Unterschiede“ – Pierre Bourdieu erläutert seine Sozialtheorie

In einem sehr interessanten Interview in einer Dokumentation des Hessischen Rundfunks aus dem Jahre 1981 erläutert Pierre Bourdieu seine Theorie bzw. Theorielemente, die er in seinem Buch „Die feinen Unterschiede“ entwickelt hat (Bourdieu, Pierre (1991): Die feinen Unterschiede. Frankfurt/M.: Suhrkamp, französischsprachiges Original 1979 bzw. deutschsprachiges 1982). Er klärt u.a., was er mit Habitus meint und legt seine Theorie der „Kapitalsorten“ dar.

Der etwas mehr als 40 Minuten lange Beitrag des Hessischen Rundfunks ist im besten Sinne altmodisch – er bleibt bei seinem Thema, auf die heute oftmals verwendeten, unnötigen und ablenkenden Animationen wird verzichtet, die Erläuterungen des Sprechers sind präzise. Fernsehen ist eben doch nicht dazu gezwungen, zur „Blödmaschine“ (Metz, Markus; Seeßlen, Georg (2012): Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität. Berlin: Suhrkamp) zu verkommen.… Mehr lesen...