Ausstellung: „UNTER TAGE“ Alfred Schmidt – Kumpel & Kohle im Ruhrgebiet

„Am östlichen Rand des Ruhrgebiets spielt der Bergbau eine prägende Rolle. Auch wenn das barocke Schloss auf dem Berg thront, wurden am Fuß des Berges ab 1980 die Schächte 6 und 7 der Zeche Haus Aden abgeteuft und in Betrieb genommen. Sie dienten ausschließlich der Bewetterung und stießen von Anfang an auf örtlichen Widerstand.
Die Motive des Bergbaus und die mit ihm verbundenen Menschen in den Werken von Alfred Schmidt (Remscheid 1930-1997 Gelsenkirchen-Buer) – vor allem seine Zeichnungen, aber auch seine Texte – sind so in der ländlich wirkenden Umgebung kontextualisiert.

Schmidts Werk ist wegweisend für nach wie vor aktuelle Debatten über den Strukturwandel des Ruhrgebiets: Er zeigt, wie Industrie und Natur ineinandergreifen, reflektiert den Umgang mit renaturierten Zechenstandorten und stellt Fragen zur Erinnerungskultur.

Alfred Schmidt studierte Design, Malerei und Architektur in Wuppertal. Bis Mitte der 1970er-Jahre beschäftigte er sich überwiegend mit Design, bevor er ab 1975 begann, in den … Mehr lesen...

Ausstellung: Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf

„Die internationale Gruppenausstellung Radikale Hoffnung zeichnet nach, wie Künstler*innen von der Moderne bis in die Gegenwart Arbeitskämpfe thematisieren – dokumentarisch, poetisch, kritisch, radikal, solidarisch und aus eigener Betroffenheit.

Anfang des 20. Jahrhunderts rückt die Kunst den Kampf der arbeitenden Klasse gegen soziale Missstände in den Fokus. Ab den 1960er Jahren wirken sich die Arbeitskämpfe auf die eigene künstlerische Praxis aus, wenn Künstler*innen selbst in den Streik treten. Auch über die Kunst hinaus erzeugen Widerstände gegen Arbeit bis heute eindrucksvolle Bilder und Praktiken, die sich fortlaufend den globalen Entwicklungen anpassen. In Gelsenkirchen gehört dazu auch ein feministisches Kapitel des Arbeitskampfes: Arbeiterinnen erstritten hier Anfang der 1980er Jahre Lohngleichheit und wurden damit Teil einer europaweiten Bewegung, zu der auch die von Künstlerinnen initiierte Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in Italien zählt. Beide Positionen sind Bestandteil der Ausstellung, die unterschiedliche künstlerische Perspektiven und Praktiken des Arbeitskampfs zeigt und zugleich die vielfältigen Überschneidungen zwischen Protestästhetiken … Mehr lesen...

„Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ – gute DGB-Initiative

Der DGB führt eine sehr wichtige und gute Kampagne zum Thema  „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ durch: https://mensch.dgb.de.

„Bei den Rettungskräften, auf Ämtern oder im Nah- und Fernverkehr: Die Beschäftigten, die jeden Tag für unsere Gesellschaft im Einsatz sind, werden immer häufiger zum Opfer von Beleidigungen, Bedrohungen und tätlichen Angriffen. Wir stellen uns hinter die Menschen im öffentlichen und privatisierten Sektor und fordern: Schluss mit der Gewalt!“ (mehr Informationen: https://mensch.dgb.de)
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