„Der Wunsch von Vollzeitbeschäftigten nach „Lifestyle-Teilzeit“ ist ein Randphänomen“

Mehr lesen...

Faktencheck: Insolvenzen

Insolvenzen

Behauptung: Insolvenzen nehmen zu.

„IWH-Insolvenztrend: Firmenpleiten 2025 auf höchstem Stand seit zwei Jahrzehnten
Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer heute veröffentlichten Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland im Dezember wieder deutlich an. Im Gesamtjahr 2025 gab es so viele Firmenpleiten wie seit 20 Jahren nicht mehr.“ (https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/iwh-insolvenztrend-firmenpleiten-2025-auf-hoechstem-stand-seit-zwei-jahrzehnten)

Die Abbildung zeigt einen Anstieg der Insolvenzen. Die Anzahl der Insolvenzen kann man m.E. zu Recht als einen Indikator für die gegenwärtige wirtschaftliche Situation sehen. Und eine Analyse der Veränderungen über die Zeit stellen eine sinnvolle Beschreibung von Entwicklung der Vergangeheit dar. (Auf Probleme, die bei aufträten, wollte man mit solchen Beschreibungen vergangener Entwicklungen zukünftige Entwicklungen prognostizieren, will ich hier nicht eingehen.)

Kann man nun bezogen auf die Vergangenheit einen längerfristigen Trend zu mehr Firmenpleiten, einen „Insolvenztrend“ eben, erkennen? Bei einer solchen Interpretation kommt es auf den Vergleichszeitraum an. Das … Mehr lesen...

Neue Publikation: „Monopsony, adaptive preferences and the stickiness of long working hours“

Peetz, David; Nienhüser, Werner; Murray, Georgina (2024): Monopsony, adaptive preferences and the stickiness of long working hours. In: Industrielle Beziehungen / The German Journal of Industrial Relations 30 (3), S. 57–80. https://doi.org/10.5771/0943-2779-2023-3-57

Zusammenfassung: Trotz der weit verbreiteten Auffassung, dass kürzere Arbeitszeiten eine gute Sache wären, hat das Produktivitätswachstum seit den 1960er und 1970er Jahren nicht zu
einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit geführt. In diesem Artikel wird die Frage gestellt, warum die Arbeitgeber lange Arbeitszeiten beibehalten konnten. Dazu müssen wir die Funktionsweise von Arbeitsmärkten und die Präferenzen der Arbeitnehmer betrachten. Kurz gesagt, monopsonistische Arbeitsmärkte ermöglichen es den Arbeitgebern, sich für lange Arbeitszeiten zu entscheiden, und die adaptiven Präferenzen der Arbeitnehmer sorgen dafür, dass diese langen Arbeitszeiten unabhängig von der Entwicklung von Technologie und Produktivität bestehen bleiben. Unser empirischer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Rolle adaptive Präferenzen bei den Einstellungen von Schichtarbeitern zu scheinbar unattraktiven Schicht- und Nachtarbeitsregimen spielen. Wir … Mehr lesen...