Vortrag: „Einstellungen zur Mitbestimmung (bei Jüngeren): Stirbt der Repräsentationsgedanke aus?“

Am 21.11.2018 durfte ich auf dem WSI-Herbstforum in Berlin einen Vortrag halten. Das Thema: „Einstellungen zur Mitbestimmung (bei Jüngeren): Stirbt der Repräsentationsgedanke aus?“ Ich berichte hier aus unserer Untersuchung, deren Befunde gerade in einem Buch veröffentlicht wurden. Mit Repräsentationsgedanke ist der Gedanke an die Möglichkeit einer kollektiven Vertretung von Interessen gemeint, eine Art der Interessenvertretung, die in der Regel über Repräsentanten erfolgen muss. Die Frage ist, ob Menschen dies als Möglichkeit wahrnehmen, ihre Interessen zu realisieren. Über eine Veränderung über die Zeit können wir auf Basis unserer Untersuchung allerdings nichts sagen, denn wir haben eine Querschnittsanalyse durchgeführt. Unsere Daten deuten aber darauf hin, dass eine kollektive Vertretung von Interessen von vielen Menschen derzeit durchaus als Option gesehen wird, siehe dazu die Präsentation, die man hier herunterladen kann. Der Repräsentationsgedanke ist also „lebendig“. Ein Video des Vortrages gibt es auch.

Socialism in the U.S.?: „Some illuminating Reactions to Elizabeth Warren’s Worker Rights Plan“ – how commentars on the right view #codetermination

„It’s socialism! It’s the death of the economy! It’s… a plan to give employees a few seats on corporate boards.“

With these words Nathan J. Robinson summarizes the comments on the right regarding Elizabeth Warren’s bill (https://www.vox.com/2018/8/15/17683022/elizabeth-warren-accountable-capitalism-corporations) requiring corporations to provide their employees 40% of seats on their board of directors. Right wingers view this very modest proposal for #codetermination as socialism, as a „plan to ’nationalize every major business in the United States,‘ which would be ‚the largest seizure of private property in human history.'“ (https://www.currentaffairs.org/2018/08/some-illuminating-reactions-to-elizabeth-warrens-worker-rights-plan)

The discussion not only in the U.S. press, but also on twitter (#codetermination) is very interesting. I read a lot of arguments we have been discussing in Germany for a long time, and I think the discussion could learn from the German experience of codetermination (Mitbestimmung). There is a lot of literature. The following source summarizes parts of the discussion and provides some references:

Berger, B., & Vaccarino, E. (2016). Codetermination in Germany – a role model for the UK and the US? Retrieved from http://bruegel.org/2016/10/codetermination-in-germany-a-role-model-for-the-uk-and-the-us/

„Wie gefährlich ist Demokratie für Unternehmen?“ – Vorschau auf eine Veranstaltung der AfA Bonn-Beuel

Vortragen werde ich meinen Vorschlag, Betriebsräte gesetzlich verpflichtend zu wählen, siehe dazu meinen Beitrag hier auf diesem Blog mit weiteren Verweisen. Es gibt seit einiger Zeit einen Vorstoß der LINKEN in diese Richtung, siehe dazu meinen Beitrag ebenfalls auf diesem Blog.

Das Foto des Plakats habe ich von der Facebook-Seite des Veranstalters, daher verweise ich ausnahmsweise auf eine Facebook-Seite: https://www.facebook.com/AfA-Bonn-und-Beuel-1180345008762482/.