Sammelrezension

In der Zeitschrift für Personalforschung habe ich eine Sammelbesprechung zu den Büchern von Berndt Keller und Walther Mülelr-Jentsch verfasst.

  • Keller, Berndt: Einführung in die Arbeitspolitik. Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive. 7., völlig überarbeitete Auflage, erschienen im Oldenbourg Verlag, München 2008, 471 S., € 39.80
  • Müller-Jentsch, Walther: Arbeit und Bürgerstatus. Studien zur sozialen und industriellen Demokratie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 314 S., € 34.90

Hier meine abschließende Empfehlung:

„Wer sollte die beiden Bücher lesen? Für Studierende und Lehrende der Politik-, Sozial- und Verwaltungswissenschaften dürfte das Themengebiet „Regulierung von Arbeit“ zum Pflichtkanon gehören, damit sollten beide Bücher zur Pflichtlektüre zählen. Außerordentlich wichtig sind die Werke auch für Studierende und Lehrende der Wirtschaftswissenschaften, sowohl der Volkswirtschafts- als auch der Betriebswirtschaftslehre. Das Lehrbuch von Keller macht deutlich, dass Entscheidungen über die Regulierung von Arbeit von Akteuren durchaus intendiert rational getroffen werden, dass sich aber deren Interessen unterscheiden, Interaktionen durch Konflikte charakterisiert … Mehr lesen...

Leiharbeit im europäischen Vergleich

„Leiharbeit: Die europäischen Nachbarn machen es besser

In fast allen Nachbarländern sind LeiharbeiterInnen besser abgesichert als in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die sieben westeuropäische Länder vergleicht. Vor allem der Lohnabstand zwischen LeiharbeiterInnen und Stammbelegschaften ist in Deutschland besonders gravierend.

„Die Politik muss endlich erkennen, dass die Deregulierung der Leiharbeit in Deutschland längst nicht nur der Flexibilität dient, sondern systematisch zum Lohndumping missbraucht wird“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in Berlin. „Leih­arbeiterInnen werden zu Beschäftigten zweiter Klasse gemacht, in extrem unsicheren Jobs mit Armutslöhnen abgespeist und sind deshalb in einem hohen Maß auf Hartz IV angewiesen. Gleichzeitig geraten reguläre Arbeitsplätze durch die Leiharbeit zunehmend unter Druck. Deshalb brauchen wir schnellstens gesetzliche Regeln für die Gleichbehandlung von Leih­arbeitnehmerInnen. Wir fordern: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – und dies per Gesetz.“

Der DGB fordert alle Ausnahmen von der gesetzlich vorgesehenen Gleich­behandlung der … Mehr lesen...