Junge Menschen sind häufig unsicherer Beschäftigung ausgesetzt – neue IG Metall-Studie

'Peer-to-peer' (No SOPA No PIPA) See more by Escif. artist: Escif location: Valencia, Spain TweetIm Auftrag der IG Metall hat TNS Emnid eine repräsentative Befragung von rund 1000 Personen im Alter zwischen 14 und 35 Jahren sowie etwa 800 Personen, die älter als 35 Jahre alt sind, durchgeführt. Gefragt wurde nach der persönlichen Lage und nach den Zukunftserwartungen. Die Ergebnisse werden im Untersuchungsbericht folgendermaßen zusammengefasst:

„Brucherfahrungen, prekäre Beschäftigung und Unsicherheit verstärken sich für die junge Generation trotz verbesserter ökonomischer Rahmenbedingungen. Die Debatte um den Fachkräftemangel hat ebenfalls keine greifbaren positiven Auswirkungen. Während des durch die Finanzmarktkrise ausgelösten  Wirtschaftseinbruchs wurde mehrfach von Vertretern der Arbeitgeberverbände behauptet, dass unter besseren konjunkturellen Bedingungen stabilere Beschäftigungsformen gestärkt würden. Das Gegenteil ist der Fall:
– Prekäre Beschäftigungsformen steigen für junge Beschäftigte – unerwartet – weiter an.
– Brüche im beruflichen Lebensverlauf wie Phasen der Arbeitslosigkeit, berufliche Umorientierungen, ungewollte Arbeitsplatzwechsel etc. nehmen weiter zu.
– Schwierigkeiten beim Übergang vom Bildungs- bzw. Ausbildungssystem in das Erwerbsleben nehmen in Form von Arbeitslosigkeit,

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Aldi Süd – Personalmarketing. Oder: Werbewirksamkeits-Analyse als Ideologiekritik

ALDI SÜD – Karriere ist eine Gerade – MyVideo

Dieses Video von Aldi Süd soll junge Leute ansprechen, sich bei Aldi zu bewerben. Dass Personalmarking-Fachleute meinen, damit  Menschen zu einer Bewerbung motivieren zu können, ist das eine, was zu denken gibt. Das andere: Es steht zu befürchten, dass sie mit ihrer Vermutung recht haben. – Hier wäre eine Werbewirksamkeits-Analyse ein guter Ausgangspunkt einer handfesten Ideologiekritik.… Mehr lesen...

Neue Veröffentlichung: „Geld, Macht, Sinn. Wie Banken ihre Entscheidungen sprachlich legitimieren“ (von Heiko Hoßfeld)

Unternehmen nutzen massiv die ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsmedien dazu, ihre Entscheidungen vor den unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu legitimieren. Dies gilt insbesondere für (potenziell) anstößige Praktiken wie Downsizing, d.h. massive Kostensenkungen mit erheblichem Personalbbau. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Aufsatz von Heiko Hoßfeld, in dem die Sprache zweier Großbanken während (und nach) massiven Downsizingmaßnahmen analysiert wird.

Sprachlich dominiert bei den Legitimationsversuchen der Unternehmen die Anknüpfung an den allgemeinen Diskurs der ökonomischen Rationalität, in den die Downsizingmaßnahme mit verschiedenen argumentativen Mitteln eingebettet wird: Entweder wird hier einseitig auf die hiermit verheißenen ökonomischen Kennziffern abgestellt oder verschiedene ökonomische Zwänge herangezogen, die ein alternatives Handeln angeblich unmöglich machen. Dabei werden alternative Aspekte und Denkweisen mittels einer fortwährenden argumentativen „Beschallung“ mit den immer gleichen Argumentationsmustern ausgeblendet. Auf diese Weise werden die hauseigenen Medien der Massenkommunikation dazu eingesetzt, die Interpretationshegemonie bzw. Definitionsherrschaft zu erlangen und zu bewahren: Ausschließlich legitimationsförderliche Aspekte und Argumentationen werden in großer … Mehr lesen...