„Lexikon der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftslehre“

lexikon_39683Albert Martin, Professor an der Universität Lüneburg (Leuphana Universität), baut mit seinen Studierenden ein Lexikon der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtwschaftlehre  auf. Etliche Beiträge (knapp 40) sind bereits fertig. Man findet Beiträge zu Themen wie z.B. Commitment, Macht oder Whistleblowing. Die Ziele der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftlehre beschreibt Martin so:

„Der verhaltenswissenschaftlichen Betriebswirtschaftslehre geht es um die Erklärung des Verhaltens ökonomischer Akteure und um die Wirkungsweise ökonomisch relevanter Institutionen. Hiervon ausgehend sucht sie nach Bedingungen und Möglichkeiten, den Prozess der einzelwirtschaftlichen Wertschöpfung zu verbessern. Bei diesem Bemühen bedient sie sich der Kenntnisse aus allen Wissenschaften, die sich mit dem Verhalten von Menschen, Gruppen und Organisationen befassen. Als anwendungsorientierte Wissenschaft beschäftigt sie sich aber nicht nur mit den Grundlagen von wirtschaftlich relevanten Verhaltensprozessen, sondern auch mit den Zwecken wirtschaftlichen Handelns, seinen Voraussetzungen und normativen Grundlagen. Dazu gehört nicht zuletzt auch der vernunftgemäße Einsatz von geeigneten Methoden und Instrumenten zur Gestaltung der Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse.“ (Quelle:

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Sozioökonomische Bildung ist notwendig

goestVor einigen Monaten wurde die Gesellschaft für sozio-ökomomische Bildung und Wissenschaft gegründet. Ich bin dieser Gesellschaft beigetreten. Etliche der Gründungsmitglieder erklären auf der Webseite der Gesellschaft, warum  sozio-ökonomische Bildung uhnd Wissenschaft notwendig ist. Meine Erklärung lautet so:

„Warum brauchen wir sozio*ökonomische Bildung?  Wir brauchen sozio*ökonomische Bildung aus drei zusammenhängenden Gründen: Erstens, weil der herrschende Diskurs der Ökonomik durch realitätsferne oder sogar ausdrücklich kontrafaktische Theorien gekennzeichnet ist, die wirtschaftliche Strukturen (z.B. Vermachtung im Unternehmenswettbewerb) und Prozesse (z.B. Krisen) nicht überzeugend erklären können. Zweitens, weil die Annahme vorherrscht, dass „der Markt“ allen anderen Steuerungsinstrumenten immer überlegen ist und – daraus folgend – alle Lebensbereiche vermarktlicht werden müssten. Drittens, weil Ökonomie nicht im sozialen Vakuum stattfindet, in den vorherrschenden Theorien jedoch Institutionen wie die Mitbestimmung und Organisationen wie etwa Gewerkschaften entweder gar nicht vorkommen oder aber als marktwidrig dargestellt werden.“ (Quelle: Webseite der  Gesellschaft für Gesellschaft für sozio-ökomomische Bildung und Wissenschaft)

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Das schlechte Wissen verdrängt das gute?

Den Aufsatz, auf den sich der LSE-Blog-Post bezieht, findet sich hier: Avey, Paul C.; Desch, Michael C. 2014: What Do Policymakers Want From Us? Results of a Survey of Current and Former Senior National Security Decision-makers. In: International Studies Quarterly, Vol. 58, No. 4 (hier das working paper der Autoren, das sie freundlicherweise online gestellt haben).

Das ist ein interessanter Beitrag. Mir fällt ein, dass ich vor Längerem einen Text mit folgendem Titel geschrieben habe.

Das schlechte Wissen verdrängt das gute“ – oder: Warum setzen sich bestimmte sozialwissenschaftliche Paradigmen und Management­konzepte in der Unternehmenspraxis gegen andere durch?“ (In: Pankoke, E. (Hg.): Wert- und Wissensmanagement – Motivationsprobleme und Evaluationsprozesse, Essen 2002, S. 31-53. Eine ausführlichere Version dieses Beitrages ist unter dem Titel “Die Nutzung Mehr lesen...