World Economic Association gegründet

„Ein neues Antlitz für die Ökonomie“

„Ökonomen, die gegen die Dogmen der modernen Wirtschaftswissenschaften andenken, haben in der Fachwelt einen schweren Stand: Wer sich nicht den Konventionen anpasst, hat wenig Chancen, Publikationen in renommierten Journals zu landen. Und wer nicht in renommierten Journals publiziert hat, erhält an einer renommierten Universität keinen Lehrstuhl.

Um diesen Missstand zu beheben und ihren Ansichten mehr Gehör zu verschaffen, haben alternative Ökonomen diese Woche die «World Economic Association» (WEA) gegründet – eine Vereinigung für all jene, die einen realitätsnahen, pluralistischen, partizipativen und demokratischen Wissenschaftsbetrieb befürworten. Am Montag wurde die Gruppe offiziell ins Leben gerufen, mittlerweile zählt sie bereits über 3000 Mitglieder.“

(Quelle: Simon Schuster, Basler Zeitung vom 20.5.2011)

Das Manifest der Vereinigung hebt folgende Ziele und Prinzipien hervor:

  1. Pluralität der theoretischen, methodischen und methodologischen Perspektiven
  2. Verbesserung der Gesellschaft, Ermutigung kritischen Denkens, Entwicklung neuer Ideen, empirisch fundierte Forschung, bessere wissenschaftliche Standards
  3. Wirklichkeitsbezug und
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Aesthetic Labor – siehst Du nicht gut aus, siehst Du alt aus – ein Maßanzug hilft aber…

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Ein Wirtschaftsprofessor der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder holt einen thailändischen Schneider nach Deutschland. Er will, dass seine Studenten gut aussehen – dafür benötigen sie Maßanzüge, und die sind nun mal mit thailändischen Löhnen billiger zu haben.

„Der Thailänder Jim reist wie ein Hofschneider an deutsche Unis, um Aufträge für Maßanzüge einzusammeln. Ein gut sitzender Anzug steigert schließlich das Selbstbewusstsein. Ein Professor holte ihn nach Franfurt/Oder – und die Studenten starten nun mit Maßanzügen ins erste Praktikum.“ (Spiegel Online vom 4.5.2011)

Da bekommt der Student – Studentinnen werden in dem Artikel nicht genannt – nicht nur für 265 Euro einen günstigen Anzug, sondern gleich noch eine Lektion über die Vorzüge internationaler Arbeitsteilung: „Deutschland kann Autos und Maschinen – Thailand kann Anzüge“. So zitiert der SPIEGEL Prof. Georg Stadtmann.

Studierende erhalten aber mit dem billigen Maßanzug nicht nur eine körperlich gefühlte Verstärkung einer volkswirtschaftlichen Mainstream-Lehrmeinung. Ihnen … Mehr lesen...

Daimler erhält Preis

Daimler erhält den sog. „BigBrotherAward 2011“. Vergeben wird der Preis vom „Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs“ (FoeBuD).

In der Begründung zur Preisverleihung heißt es: „Die Daimler AG erhält den Preis stellvertretend für alle Unternehmen, die von allen Bewerberinnen und Bewerbern bei Einstellungsuntersuchungen Blutproben verlangen. Diese Form des modernen Vampirismus fand bei der Daimler AG bis Ende 2009 ohne Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte statt. Arbeitsrechtlich erforderlich waren die Blutproben in den meisten Fällen nicht.“ (Quelle und weitere Informationen siehe hier : http://www.bigbrotherawards.de/2011/.lab2). – Die TAZ überschreibt ihrem Bericht plakativ mit der Zeile „Die Vampire von Sindelfingen„.… Mehr lesen...