Wer kommt in den Hochschulrat?

Forschungsprojekt zur „Besetzung und Struktur von Hochschulräten in deutschen Universitäten“
Hochschulräte sollen die Entscheidungen von Hochschulleitungen kontrollieren – ähnlich wie Aufsichtsräte in Unternehmen die Aufgabe haben, die Geschäftsführung zu überwachen. Wer sind die Mitglieder in den Hochschulräten, aus welchen gesellschaftlichen Bereichen (Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur) kommen die Mitglieder? Gibt es Zusammenhänge zwischen der Struktur der Hochschulräte und den Merkmalen der jeweiligen Hochschulen? Solchen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt zur „Besetzung und Struktur von Hochschulräten in deutschen Universitäten“, an dem Werner Nienhüser, Professor im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen, mit seinen beiden Mitarbeiterinnen Maria Wegener und Katharina Jacob seit einigen Monaten arbeitet. Bisher gab es in Deutschland keine derartige quantitative Untersuchung.
Die theoretische Grundlage für die Hypothesen des Projekts liefert die Ressourcenabhängigkeitstheorie. Danach sind in Gremien von Organisationen diejenigen Akteure dominant vertreten, die für die Organisation wichtige Ressourcen kontrollieren. Auch in der öffentlichen Diskussion wird die Vermutung geäußert, dass besonders Vertreter … Mehr lesen...

Flächentarifvertragsbindung sinkt weiter

Der Anteil der Beschäftigten, die in tarifgebundenen Betrieben arbeiten, sinkt weiter. 1996 betrug der Anteil in Westdeutschland 69 Prozent, in Ostdeutschland 56 Prozent. Zehn Jahre später, im Jahr 2006, lag der Anteil im Westen bei 57 und im Osten bei 41 Prozent. (Quelle: Fischer, G. u.a. (2007): Standortbedingungen und Beschäftigung in den Regionen West- und Ostdeutschlands. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2006. IAB-Forschungsbericht Nr. 5. Nürnberg, S. 48 (download)). Eine von mir für meine Vorlesungen erstellte Grafik mit dem Daten von 1995 bis 2006 finden Sie hier (Grafik Flaechentarifvertragsbindung).… Mehr lesen...

Neues Buch über atypische Beschäftigung

Berndt Keller und Hartmut Seifert haben einen Sammelband mit dem Titel „Atypische Beschäftigung – Flexibilisierung und soziale Risiken“ herausgegeben (erschienen in der Edition Sigma, Berlin 2007). „Atypische Beschäftigung hat in den letzten beiden Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen; immer mehr Arbeitnehmer/innen sind zu Konditionen beschäftigt, die vom klassischen Normalarbeitsverhältnis abweichen. Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Überblick über Entwicklung und Stand der verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung sowie über ihre arbeits- und sozialpolitischen Folgeprobleme, vor allem ihre Prekarität oder Sozialverträglichkeit. Die Beiträge des ersten Teils unterscheiden die wichtigsten Varianten von Flexibilität, untersuchen betriebliche Beschäftigungsstrategien und liefern arbeitsmarkttheoretische Erklärungen. Der zweite Teil präsentiert die wichtigsten Formen unter besonderer Berücksichtigung ihrer aktuellen Entwicklungen: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung (einschließlich Mini- und Midijobs), Leiharbeit (einschließlich Personalserviceagenturen), neue (Schein-)Selbständigkeit (einschließlich Ich-/Familien-AG). Der dritte Teil behandelt die wesentlichen Folgeprobleme – vor allem Wirkungen auf das Beschäftigungsniveau und Folgen für die Systeme der sozialen Sicherung … Mehr lesen...