Zwei neue Publikationen über Vertrauen erschienen (von Heiko Hoßfeld)

In der Reihe „Essener Beiträge zur Personalforschung“ sind zwei neue Arbeitspapiere erschienen, die sich mit dem Thema Vertrauen beschäftigen. Der erste Aufsatz beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Integration des Vertrauensphänomens in den ökonomischen Modellbau. Dabei wird zunächst beschrieben, welche Vertrauensursachen sich bereits unter den strengen Rationalitätsprämissen des Homo Oeconomicus erklären lassen. Danach wird analysiert, welche Möglichkeiten eine Implementation fremdbezogener Präferenzen in das Vertrauensmodell bietet.
Im zweiten Aufsatz geht es um eine präzisere Konzeptionalisierung des Vertrauensbegriffs, der in der Literatur häufig unpräzise und wenig einheitlich gebraucht wird. Auf Basis des rationalen Vertrauensbegriffs nach Coleman grenzt der Beitrag Vertrauen von ähnlichen Konstrukten ab und stellt eine Klassifikation von Vertrauensbasen auf.

  • Hoßfeld, H. (2005): Die Erklärung von Vertrauen im ökonomischen Modellbau – zwischen Realitätsnähe und Komplexität, Essener Beiträge zur Personalforschung, Nr. 4, Essen
  • Hoßfeld, H. (2005) Vertrauen – Eine Konzeptionalisierung auf Basis des rationalen Vertrauensbegriffs, Essener Beiträge zur Personalforschung, Nr.
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Neue Publikation von Werner Nienhüser und Heiko Hoßfeld in den WSI-Mitteilungen

Die neueste Ausgabe der WSI-Mitteilungen (Heft 10/2005) widmet sich dem Thema „Personalpolitik und Arbeitsrecht„.
In der öffentlichen Diskussion wird zwar auf breiter Basis über angeblich arbeitsrechtlich bedingte Probleme des Personalmanagements und der Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes spekuliert, ohne dabei aber genauer in Betracht zu ziehen, wie Recht in den Betrieben tatsächlich wirkt. Das Schwerpunktheft der WSI-Mitteilungen wendet sich dieser Frage zu. Betrachtet wird zum einen die betriebliche Praxis ausgewählter arbeits- (und tarif)rechtlicher Anwendungsbereiche. Zum anderen wird der Zusammenhang zwischen Arbeitsrecht und Personalwirtschaft auf konzeptionell-theoretischer Basis kritisch beleuchtet.
Und dies sind die Beiträge:
– Marcus Bradtke: Betriebliche Personalpolitik und Arbeitsrecht (Editorial)
– Werner Nienhüser/Heiko Hoßfeld: Betriebsvereinbarungen – Kommt es auf den Betriebsrat an?
– Matthias Müller: Die Institution Betriebsrat aus personalwirtschaftlicher Sicht
– Armin Höland/Ute Kahl/Nadine Zeibig: Wirklichkeit und Wahrnehmung des Kündigungsschutzes in den Arbeitsgerichten
– Michael Schlese/Florian Schramm/Natalie Bulling-Chabalewski: Beschäftigungsbedingungen von Leiharbeitskräften
– Annegret Döse: Ist das Arbeitszeitrecht geschlechtergerecht?… Mehr lesen...