“Kontrolle statt Mitbestimmung”

Dr. Klaus Schweinsberg, Chefredakteur der Zeitschrift „Capital“ hat auf seinem Weblog ein Editorial zum Thema „Mitbestimmung“ (mehr dazu hier) verfasst. Hier einige Zitate:

„Die betriebliche Mitbestimmung hat uns genau in die Situation geführt, die sie eigentlich hätte verhindern sollen: Das Kapital rottet sich zusammen. Und das Arbeitnehmerlager genießt – wie die Beispiele Siemens, VW und Mannesmann zeigen – die Vorzüge des real existierenden Sozialismus. Nur eines findet nicht statt: eine echte Kontrolle der Manager durch den Aufsichtsrat. Die Mitbestimmung ist ein Erbe des Nationalsozialismus. … Dass dieser Weg [die Unternehmensmitbestimmung, W.N.] in die Irre führt, lässt sich spätestens dieser Tage besichtigen. In kaum einer anderen Industrienation der Welt ist die Unternehmenskontrolle durch Aufsichtsräte so unprofessionell wie in Deutschland. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Weshalb die sogenannte Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat kaum Kontrolle ausübt, lässt sich in den Prozessakten von Mannesmann und Volkswagen und bald auch in den Schriftsätzen … Mehr lesen...

Stipendien zu vergeben

In einem von der Hans-Böckler-Stiftung eingerichteten hochschulübergreifendem, interdisziplinären Promotionskolleg

„Arbeitnehmerinteressen und Mitbestimmung in einem Europäischen Sozialmodell“

sind für den Zeitraum von September 2007 bis August 2009 insgesamt 5 Stipendien zu vergeben.

Die Arbeitsschwerpunkte des Kollegs liegen in den folgenden Problemfeldern:
1. Europäisches Sozialmodell (Entwicklung, Debatte, Perspektiven)
2. Europäische Wirtschaftspolitik (Geld-, Fiskalpolitik, Makrodialog)
3. Mitbestimmung in Deutschland und Europa (nationale Diskurse, Systemvergleiche, EAG)
4. Arbeitsbeziehungen in Europa (EBR, Tarifpolitik, sozialer Dialog)

Bewerbungen sind bis zum 30. April 2007 an den Sprecher des Kollegs zu senden: Prof. Dr. Klaus Busch, Universität Osnabrück, Schloß/Neuer Graben, D-49069 Osnabrück.

InteressentInnen (vor allem für Feld 3) können sich auch gerne direkt an mich wenden: werner.nienhueser@uni-due.de (oder telefonisch: 0201-183-2260/3622.

Weitere Informationen finden Sie im Ausschreibungstext.… Mehr lesen...

Arbeitgeber recherchieren im Internet nach “Spuren” von Bewerberinnen und Bewerbern

Personnel Today (vom 28.3.2007) meldet unter Bezugnahme auf eine Befragung: „Employers use ‚internet reputations‘ to make decisions about job applicants“.
In einer Befragung von 600 Unternehmen gab jedes fünfte Unternehmen an, Informationen über Bewerber im Intrnet gesucht und gefunden zu haben. Ein Viertel der Personalmanager hat Bewerber auf Basis solcher Informationen abgelehnt. Als Gründe wurden genannt: Die Webseite des Bewerbers wies auf negative Aspekte (z.B. exzessiver Alkoholgenuss oder mangelnder Respekt gegenüber dem Job) hin oder man fand Hinweise auf Aktivitäten, die mit den ethischen Vorstellungen des Unternehmens nicht vereinbar waren. Ein Siebtel der Personaler gab an, dass man aber auch positive Informationen nutze, wenn etwa ein bewerber durch eine gute Webseite hervorragende Internetkenntnisse signalisiert. (Quelle: Mike Berry, Personnel Today vom 28.3.07) Insgesamt weist vieles darauf hin, dass man sich bereits früh und gut überlegen sollte, welche Informationen man unter Nutzung des eigenen Namens ins Internet einstellt.… Mehr lesen...