Sammelrezension

In der Zeitschrift für Personalforschung habe ich eine Sammelbesprechung zu den Büchern von Berndt Keller und Walther Mülelr-Jentsch verfasst.

  • Keller, Berndt: Einführung in die Arbeitspolitik. Arbeitsbeziehungen und Arbeitsmarkt in sozialwissenschaftlicher Perspektive. 7., völlig überarbeitete Auflage, erschienen im Oldenbourg Verlag, München 2008, 471 S., € 39.80
  • Müller-Jentsch, Walther: Arbeit und Bürgerstatus. Studien zur sozialen und industriellen Demokratie. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 314 S., € 34.90

Hier meine abschließende Empfehlung:

„Wer sollte die beiden Bücher lesen? Für Studierende und Lehrende der Politik-, Sozial- und Verwaltungswissenschaften dürfte das Themengebiet „Regulierung von Arbeit“ zum Pflichtkanon gehören, damit sollten beide Bücher zur Pflichtlektüre zählen. Außerordentlich wichtig sind die Werke auch für Studierende und Lehrende der Wirtschaftswissenschaften, sowohl der Volkswirtschafts- als auch der Betriebswirtschaftslehre. Das Lehrbuch von Keller macht deutlich, dass Entscheidungen über die Regulierung von Arbeit von Akteuren durchaus intendiert rational getroffen werden, dass sich aber deren Interessen unterscheiden, Interaktionen durch Konflikte charakterisiert … Mehr lesen...

Unwort des Jahres 2009: „Betriebsratverseucht“

Eine Jury von Sprachwissenschaftlern hat „betriebsratverseucht“ zum Unwort des Jahres 2009 gekürt ((http://www.unwortdesjahres.org/). Der Begriff wurde in einer Reportage des ARD-Magazins „Monitor“ vom 14. Mai 2009 verwendet.

Hier das Zitat aus Monitor:

„Teilnehmer der Betriebsversammlung: „Verschiedene Redner, insbesondere Abteilungsleiter, kamen dann zur Sache. Betriebsrat. Wir brauchen keinen Betriebsrat, wir können alles selbst klären. Betriebsrat kostet nur Geld, was wir für anderes gebrauchen könnten, zum Beispiel Lohnerhöhungen. Und möchte ein Kollege in eine andere Niederlassung versetzt werden, würde ihn niemand mehr nehmen, da er betriebsratsverseucht ist…“ “ (Quelle: Monitor v. 14.5.2009)

Ein Mitarbeiter sagt also etwas über den Sprachgebrauch von Vorgesetzten. Ist dies wirklich genug, um ein Wort als Unwort zu küren? Müsste das Wort nicht häufiger oder von einer prominenten Person öffentlich verwendet werden? Beides ist nicht der Fall. Eine Google-Suche noch vor der Wahl des Wortes (es war zum Recherchezeitpunkt nominiert) ergab keine weiteren Treffer außerhalb … Mehr lesen...