… Mehr lesen...Am 28.März erging in Paris das Urteil im Strafprozess des privaten Wasserkonzerns Veolia gegen den Film „Water Makes Money“ . Aus der mündlichen Urteilsverkündung geht im Wesentlichen Folgendes hervor:
In der Hauptsache wurde die Klage Veolias abgewiesen: Die im Film genannten Fakten werden nicht angezweifelt und dürfen in Water Makes Money weiterhin als „Korruption“ bezeichnet werden. Die Zeugenaussagen vor Gericht und auch Beispiele aus dem Film haben laut Urteil eine ausreichende Faktenlage, um die Bezeichnung „Korruption“ als gerechtfertigt und nicht diffamierend zu beurteilen. Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang u.a. auf die im Film gezeigten Interessenskonflikte zwischen Politik und Wirtschaft; die Korruptionsbeispiele aus Grenoble und Montpellier und das Eintrittsgeld in Toulouse.
Leider kam das Gericht dem Konzern aber in einem Punkt entgegen: Die Aussage des Whistleblowers Jean-Luc Touly, man habe ihm eine Million € angeboten, wurde vom Gericht zwar als nicht beweisbar beurteilt. Der „Bestecher“ und der zu Bestechende waren allein.
Category Archives: Politik
„So wollen wir leben“ – Bericht des Fortschrittsforums
Das Fortschrittsforum hat einen Bericht mit Handlungsempfehlungen vorgelegt: „So wollen wir leben! Ideen und Handlungsempfehlungen aus dem Fortschrittsforum“.
Hier einige ausgewählte Handlungsempfehlungen:
- „Recht auf Ausbildung für Jugendliche garantieren
- Neue Arbeitszeitmodelle wie die kleine Familienvollzeit einführen
- Ressourceneffizienz steigern, Ressourcenverbrauch verteuern“ (Quelle: Friedrich Ebert-Stiftung (Hg.) 2013: So wollen wir leben! Ideen und Handlungsempfehlungen aus dem Fortschrittsforum, Berlin)
Abstimmung „Public Eye Award“ 2013 läuft
Nominiert für das „übelste Unternehmen des Jahres“ sind folgende Unternehmen:
„Repower: Die Bevölkerung Kalabriens will kein gigantisches Kohlekraftwerk neben der Haustür. Repower baut’s trotzdem.
Shell: Shell will in der höchst empfindlichen Arktis nach fossilen Brennstoffen suchen – die Risiken sind enorm.
Coal India: Der weltweit grösste Kohleförderer vertreibt Stammesvölker aus ihrer Heimat. Alleine 2010 starben in den Minen 205 Arbeiter.
Lonmin: Der südafrikanische Minenkonzern instrumentalisierte Polizei und Armee um einen Streik zu brechen. Resultat: 44 Tote.
Goldman Sachs: Hat gegen horrende Gebühren Griechenlands Staatsschulden versteckt und das Land so in den Ruin getrieben.
G4S: Weltgrösster privater Sicherheits-Dienstleister, in zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verwickelt.
Alstom: Alstom besticht weltweit Politiker um an Aufträge zu gelangen und verhindert so wirtschaftliche Entwicklung.“
(Quelle: http://www.publiceye.ch/de/vote)
Die Nomierungen stammen von „über 50 Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt“ (Quelle: www.moneycab.com): Das Institut für Wirtschaftsethik (IWE) der Universität St. Gallen unterstützt … Mehr lesen...